Interview mit Frau Euler

Schulsozialpädagogin

            Margitta Euler

Träger:

            Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis

            50% Stelle

Schule:

            Robert-Gerwig-Schule St. Georgen

            Grund- und Hauptschule

            mit Grundschulförderklasse

            Gesamtbetreuung Hort und Schülercafe

Zimmer: 27

Kontakt: Montag -bis Donnerstag 8.00-12.00 Uhr

            und nach Terminabsprache

            Handy:01626250555 

 

 

 

1. Mit welchen Sorgen kommen Schülern zu Ihnen?

Schüler kommen von sich aus in meine Beratung, um im familiären, persönlichen oder  schulischen Bereich Unterstützung zu bekommen. Werden sie von Eltern oder Lehrern geschickt, geht es sehr oft um Verhaltensauffälligkeiten, Leistungsprobleme, gesundheitliche Problemen und Gewaltkonfrontation. Durch meine ständige Anwesenheit haben die Schüler die Möglichkeit, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Grundlage aller Gespräche ist jedoch die Schweigepflicht.  

2. Wie viele Schüler betreuen sie wöchentlich?

Ich habe gewöhnlich ca.

                18 Einzelgespräche

                8 Gruppengespräche

                2-3 gemeinsame Gespräche mit Eltern, Lehrer und der Schulleitung.

dazu kommen noch die Präsentationsstunden in den Klassen.

3. Haben sie Kontakt mit den Eltern?

Ja, Elternkontakte sind sehr wichtig. In Absprache mit dem Schüler oder der Schülerin. So können gemeinsame Ziele erreicht werden auch Auseinandersetzungen und Diskussionen gehören in die Erziehung, ebenso wie klare Regeln und Absprachen. Besonders wichtig ist jedoch die Förderung zu einem selbstbestimmten Leben und die Entwicklung sozialer Kompetenz.

4. Wie arbeiten sie?

In Einzelgesprächen wird mit sozialpädagogischen Ansätzen gearbeitet, wie z.B. Rollenspielen, verhaltenpädagogischen Ansetzen und Clearing. Absprachen und Verträge bekräftigen die ausgearbeiteten Ziele. In den Klassen 5-9 werden Gruppenprozesse im Präventionsbereich in Gang gesetzt. Krisenintervention verlangt unterschiedliche Vorgehensweisen, da hier sofortiges Handeln notwendig ist. 

Ständige Präsenz und ein offenes Ohr für aller Problemlagen, dazu die Bereitschaft sich der Schwierigkeiten anzunehmen und einen Lösungsweg zu erarbeiten - das ist meine ,,Methode,,. Außerdem sollen die Schüler lernen, mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und einige Stärken, aber auch Schwächen zu erkennen und lernen damit entsprechend umzugehen.

6. Brauchen die Schüler Sie?

Dazu müssten eigentlich die Schüler befragt werden. Dennoch denke ich, die Anzahl der Gespräche und die Akzeptanz sprechen für sich.

7.Haben sie Wünsche an die Schüler? Und welche?

Ja ich wünsche mir einen respektvollen Umgang miteinender ohne verbale Attacken oder Ausgrenzungen

8. Kommen Schüler zu Ihnen um den Unterricht zu umgehen?

Das versuchen manche Schüler auch, aber das wird im Gespräch gleich deutlich, ich spreche die Schüler darauf an und sie müssen dann auch mit den Konsequenzen rechnen.

9. Macht ihnen die Arbeit Spaß?

Ja, ich arbeite sehr gerne mit euch allen an der RGS und ich glaube, das spürt ihr auch.

10. Wer ist der Träger ihrer Tätigkeit?

Der Träger dieser Sozialschularbeit ist der Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis. ich bin seit 8 Jahren an der RGS und habe eine 50% Stelle.